Papillionis liest

Papillionis liest

Nach einer Sommerpause geht es heute wieder weiter mit dem Blog des Monats. Im September stellen wir euch “Papillionis liest” von Viktoria Gerber vor. Sie stellt sich heute unseren Fragen.

Im Juli 2022 feierte “Papillionis liest” 12-Jähriges Jubiläum. Hinter dem Bücherblog steckt eine Pädagogin, die durch ihre Buchempfehlungen Menschen für das gemeinsame Lesen begeistern möchte, sei es in Familienkreisen, in Kindertageseinrichtungen oder in Schulen. Das Eintauchen in Bücher und der darauffolgende Austausch bringt Menschen zusammen und schafft erinnerungswürdige Momente, die nachhaltig sind.

Zunehmend werden auch Unterrichtsmaterialien für die Grundschule, passend zu den Büchern, vorgestellt. Viele Bücher haben so viel Potenzial und bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte, dass didaktische Impulse und Unterrichtsvorschläge schon fast unabdingbar sind. Nach einem längeren Aufenthalt an einer deutschen Montessori-Schule in den USA, begeistert die Autorin alles, was das selbstgesteuerte Lernen vorantreibt. Bücher und Materialien, die einen hohen Aufforderungscharakter haben und zum Fragen und Handeln anregen, erobern sehr schnell ihr Herz.

So werden dank der Geschichten auf dem Papier, wirkliche Geschichten des Lebens geschrieben und echte Lernwege bestritten.

Warum betreibst du deinen Buchblog?

Auf dem Bücherblog veröffentliche ich meine Buchrezensionen, vorrangig zu Kinderbüchern, weil manche Bücher es verdient haben weiterempfohlen zu werden, sodass noch zahlreiche Andere in den Lesegenuss kommen können. Ich möchte hauptsächlich inspirierende, nachdenkliche, begeisternde und vergnügliche Schätze auf Papier vorstellen.

Was magst du an Büchern?

Bücher sind lehrreiche Schätze, die den Menschen auf unterschiedlichen Wegen berühren, Wissenswertes vermitteln und für das lebenslange Lernen begeistern können. Sie bieten die Möglichkeit, dank der menschlichen Fantasie und Kreativität, dem Realen zu entfliehen. Diese Fähigkeit birgt großes Potenzial, was nicht früh genug ausgebaut und gefördert werden kann.

Welche sind deine liebsten Genres und warum?

Ich halte es hierbei wie Claude Boujon, der meinte: „Geschichten für Kinder, wissen Sie, sollten die Kinder amüsieren und sie zugleich anregen, über das Leben nachzudenken.“ Wenn Bücher dies schaffen, egal welchem Genre sie angehören, sind sie lesenswert.

Wie wichtig sind Buchblogger*innen deiner Meinung nach für die Buchbranche?

Die Buchbranche befindet sich seit einigen Jahren im Wandel. Das Angebot ist enorm und umso schwieriger ist es für Konsumentinnen und Konsumenten den Überblick zu behalten. Buchbloggerinnen und Buchblogger selektieren nach ihren Interessen und schaffen somit eine Plattform bewusst ausgewählte Bücher ihren Leserinnen und Lesern vorzustellen. Mit der Zeit entsteht Vertrauen, sodass Buchblogger*innen auch als moderne und glaubwürdige Litfaßsäulen bezeichnet werden können.

Was sind deine Top 10 Bücher aller Zeiten?

Es gibt einige Bücher, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen in das Herz gebrannt haben. Die Aufzählung darf allerdings nicht als eine Art Ranking verstanden werden.

  1. Kobi Yamada, Vielleicht, Adrian Verlag – Ein Bilderbuch über das Leben, so wahr und tiefgreifend, dass es an den Kern reicht.
  2. Elisabeth Steinkellner, Ein Rucksack voller Sand, Jungbrunnen Verlag – Was macht das Leben lebenswert? Es sind die wertvollen Momente und Erlebnisse, die viel zu schnell durch unsere Finger rieseln, so wie Sand es zu tun vermag.
  3. Kobi Yamada, Versuchen, Adrian Verlag – Oft trauen sich Menschen nicht an Neues heran, weil sie zu große Angst vor dem Scheitern und Versagen haben. Dieses Bilderbuch motiviert voranzuschreiten und es einfach mal zu versuchen.
  4. David Eagleman, Kreativität: Wie unser Denken die Welt immer wieder neu erschafft, Siedler Verlag – Ein Sachbuch für Erwachsene, das unglaublich viele wertvolle Erkenntnisse zur Kreativität liefert.
  5. Susan David, Emotionale Beweglichkeit, Unimedica Verlag – Ebenfalls ein Sachbuch für Erwachsene rund um die freie Entfaltung und einen offenen Geist
  6. María Julia Díaz Garrido, Als die Vögel vergaßen, Vögel zu sein, Aracari Verlag – Ein philosophisches und kritisches Buch zu gesellschaftlichen Entwicklungen
  7. Daniela Kunkel, Das kleine WIR, Carlsen Verlag – Ein Verkaufsschlager, der diesen Status zurecht erreicht hat: Gemeinschaft mit Herz im Fokus
  8. Kobi Yamada, Das Glück in dir, Adrian Verlag – Dankbarkeit ist die Erinnerung des Herzens
  9. Noelia, Blanco, Im Garten der Pusteblumen, Mixtvision Verlag – Wünsche und ihre Macht
  10. Bettina Obrecht, Dann geh ich jetzt, sagte die Zeit, Tulipan Verlag – Vergänglichkeit poetisch umrissen

Lesen die Menschen immer weniger? Welchen Trend beobachtest du?

Diese Beobachtung kann ich zumindest aus der Praxis nicht teilen. Kinder lesen weiterhin genauso gerne Bücher, wie ich es vor 12 Jahren schon wahrgenommen habe. Lesemotivation und die Fähigkeit mit Geschichten zu begeistern, ist ein wichtiger Baustein in der Entwicklung einer nachhaltigen Lesesozialisation. Das Medium kann sich eventuell gewandelt haben, was Kinder von ihren Eltern mitbekommen. Das gedruckte Medium ist bei Erwachsenen etwas weniger anzutreffen, doch Kinder greifen lieber zu gedrucktem Papier. Natürlich brauchen Geschichten und Bücher ihren Raum, um andere dafür zu begeistern und die eigene Begeisterung teilen zu können. Schule als etabliertes Bildungssystem kann viel hierzu beitragen.

Wo siehst du deinen Buchblog in fünf Jahren?

Meine Hoffnung ist groß, dass ich weiterhin voller Begeisterung Buchempfehlungen aussprechen kann und wer kann schon wirklich in die Zukunft blicken?! Es wäre ein Traum eines Tages mein eigenes Bilderbuch auf dem Bücherblog “Papillionis liest” vorstellen zu dürfen. Vielleicht ist es in fünf Jahren der Fall, dass meine Ideen als Fantasiebündel Flügel bekommen.

 

 

 

Wenn du mehr von Viktoria Gerber und ihren Rezensionen lesen möchtest, besuche “Papillionis liest” und hinterlasse liebe Grüße vom Buchensemble!

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